Ausblick: E-Commerce Trends 2016

Viele Experten geben zum Jahreswechsel Ihre Meinung zu den E-Commerce Trends 2016 zum Besten. Dem wollen wir in nichts nachstehen. Allerdings soll es sich nicht nur um leere Buzzwords handeln, sondern wir wollen auch auf Entwicklungen hinweisen, die Sie als Shopbetreiber weiter bringen und die Sie auch praktisch umsetzen können.

Kunden wechseln den Händler beliebig, Marken werden immer wichtiger

Dass für den Kunden der nächste Händler nur einen Klick entfernt ist, ist grundsätzlich nichts Neues. Doch die Käufer werden immer mündiger und gleichzeitig nimmt in der GAFA Ökonomie die Macht der Gatekeeper immer mehr zu. Der einzelne Händler bleibt beim Käufer kaum in Erinnerung.

Hier lässt sich eine Positionierung nur noch über Brand Building und Personal Branding erzielen, worüber wir zuletzt einige Beiträge veröffentlicht haben.

Genauso wichtig sind aber auch Elemente von Storytelling und Customer Journey, um die Kunden zu unterhalten und ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu ermöglichen.

Im Lauf des Jahres wird ein neues Buch zum Thema Storytelling von Pia Kleine Wieskamp heraus kommen, dessen Veröffentlichung Sie sich bereits vormerken sollten, wenn Sie diese Thematik vertiefen wollen.

In diesem Zusammenhang sollten Sie sich auch die Frage stellen, ob Sie für Ihr Produktsortiment Eigenmarken lancieren können. Vielleicht können Ihre Lieferanten und Hersteller Whitelabel Varianten bereitstellen. Über Eigenmarken können Sie zum einen erneut das eigene Branding stärken. Häufig lassen sich darüber aber auch höhere Margen und somit Gewinne erwirtschaften.

An Amazon kommt niemand vorbei

Insofern Sie auf Marktplätzen aktiv sind, kommen hier neue Aspekte ins Spiel, wie das sich langsam ausprägende Amazon SEO. Klassischerweise bezog sich die Suchmaschinenoptimierung bis dato auf Google. Doch wer einkauft sucht immer öfter zuerst bei Amazon und nur wenn er dort nicht fündig wird, wechselt er zu anderen Suchportalen.

Auf der Seite ShopDoc finden Sie dazu einen mehrstündigen Videokurs mit einem passenden E-Book.

Zu den Inhalten des Kurses zählen:

  • Die perfekte Produktseite
  • Bewertungen auf Amazon
  • Rankingfaktoren für die Amazon Buybox, uvm.

Personalisierung

About You und Zalando machen es vor. Personalisierung ist angesagt. Der Kunde will nicht mehr nur anonym im Netz einkaufen und als Nummer behandelt werden. Er wünscht sich eine zielgenaue, passende Ansprache, mit auf ihn zugeschnittenen Angeboten, Preisen und Artikeln.

Bewegtbild = Video

Gerade die jüngere Generation lebt zunehmend, bzw. wächst mit bewegten Bildern auf. YouTube, Instagram, Periscope und Snapchat. Es wird nicht mehr gelesen, geschweige denn geschrieben, sondern via Fotos und Filme kommuniziert.

Hier liegen zum einen ganz neue Herausforderungen für den Handel. Zum anderen aber auch Chancen, wenn Sie jetzt zu den Early Adoptern gehören.

Wo können Sie Video in Ihrem Unternehmen einsetzen? Zur Präsentation von Produkten? Zur Erläuterung von Prozessen und Abläufen? Oder zur Personifizierung des Unternehmens, “behind the scenes”, wer verbirgt sich hinter dem Kundenservice, dem Einkauf? Im Grunde genommen sind Ihrer Kreativität hier keine Grenzen gesetzt.

Logistik als entscheidender Wettbewerbsvorteil

Philipp Anhalt, Director Strategy & Business Development bei DPD Deutschland:

„Händler und Lieferdienste werden noch näher zusammenrücken, da die Bewertung des Einkaufserlebnisses immer auch von der Servicequalität bei der Warenzustellung abhängt. Profitieren werden jene Händler, die offensiv mit einer besonders komfortablen Lieferung werben. Durch neue Branding-Möglichkeiten, zum Beispiel im Live-Tracking des Paketdienstes, kann dies der Händler auch nach dem Checkout noch deutlicher sichtbar machen.“

Quelle: http://onlinemarketing.de/news/8-e-commerce-trends-2016-top-manager/philipp-anhalt-dpd

Dies gerade auch unter dem Gesichtspunkt gegenüber Amazon bestehen zu können. Gerade erst schreibt Jochen Krisch dazu:

„Die Paketannahme ist und bleibt einer der größten Schwachpunkte des Online-Handels. Hier braucht es entweder bessere Annahmemöglichkeiten („Paketkasten: DHL-Alternative verzögert sich um weiteres Jahr“) oder aber eine zeitnahe Zustellung – dann, wenn die Bestellenden tatsächlich anzutreffen sind.

Amazon hat dafür im Windschatten von Prime Now („How Amazon Delivers Packages in Less Than an Hour”) im letzten Sommer Amazon Flex („Deliver Smiles”) an den Start gebracht:

(…) Einen Vorläufer seines Prime Now Services testet Amazon inzwischen auch hierzulande („Amazon startet Gratislieferung am selben Tag in 14 Städten“) – und geht bei der Einführung des Services in deutschen Metropolen ähnlich vor wie in New York („Amazon rückt näher an City-Kunden”):

„In der Hauptstadt hat sich Amazon nach LZ-Informationen in einem Büro- und Einkaufskomplex unweit des Bahnhof Zoo eine rund 2500 qm große Fläche gesichert, die zu Logistikzwecken genutzt werden soll.”

Quelle: http://excitingcommerce.de/2016/01/04/amazon-flex-und-die-zukunft-der-paketzustellung/

Unsere Empfehlung:

Suchen Sie den engen Kontakt zu dem Logistikpartner Ihrer Wahl. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Zustellprozesse auf Effizienz und Kundenzufriedenheit. Ja, beziehen Sie Ihre Kunden mit ein und stellen Sie fest, welche Wünsche und Erwartungen Sie an Ihr Unternehmen in puncto Lieferung haben.

 

Bildnachweis: Man with binoculars ©full_frame (fotolia)

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