Rich Snippets als Kick für die Klickrate

Für Shopbetreiber ist die Erhöhung der Clickrate (CTR) ein wichtiges Ziel in der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Schließlich führen mehr Zugriffe über Google und Co. unmittelbar zu höheren Umsätzen im Webshop.

Die Möglichkeit, Rich Snippets in die Suchmaschinenrankings, also Search Engine Result Pages (SERPs), einbinden zu lassen, besteht bereits seit Mai 2009. Im Gegensatz zu den USA ist das Feature in Deutschland allerdings erst in den Sommermonaten 2012 im SEO-Bereich populär geworden.
Rich Snippets liefern dem User weitere Informationen über den möglichen Inhalt der Zielseite. Im Gegensatz zum einfachen – aus Titel, Metabeschreibung und URL bestehenden – Suchergebnis ist ein Rich Snippet durch detaillierte Informationen, wie Bewertungen und Preise von Produkten, Herstellerdaten oder Bilder angereichert, die einen direkten Mehrwert für den Nutzer haben.

Natürlich ist auch Google an einer Verbesserung der User Experience interessiert. Schnelleres und besseres Auffinden von Suchergebnissen bei Google sorgt für zufriedene Nutzer. Zufriedene User kommen wieder. Wiederkehrende Verwendung der Suchmaschine sorgt auch für höhere Werbeeinnahmen, wenn AdWords Anzeigen geklickt werden.

Die bekanntesten Rich Snippets sind demnach:

  • Bewertungen/Erfahrungsberichte: Gelbe Sterne unterhalb der URL stellen die Bewertung dar. Es können die beste oder die schlechteste Bewertung sowie die Anzahl der abgegebenen Stimmen definiert werden. Die abgegebenen Bewertungen und das prozentuale Rating sind als graue Schrift sichtbar.
  • Ort-/Zeitangaben: Details zu Ort und Zeit hinterlegt man bevorzugt bei Einträgen zu Events.
  • Preise/Preisspannen: Hier werden Produktpreise oder die Preisspanne aller Gerichte eines Restaurants angezeigt.
  • Bilder: Die Kennzeichnung von Bildern ist bei nahezu allen Informationstypen empfehlenswert. Egal, ob bei Produkten, Personenseiten oder der Webseite eines Restaurants. Neben den Sternebewertungen sind sie die auffälligsten Rich Snippets, die für eine hohe Sichtbarkeit in den SERPs sorgen. Nutzer orientieren sich gerne an Bildern.
  • Breadcrumbs: Diese sorgen für eine kanalisierte Navigation auf die Seite. Der User kann bereits aus den SERPs heraus auf die Unterseite zugreifen, welche die Informationen enthält, nach denen er gesucht hat.
  • Autor-/Herstellerangaben: Vor allem bei Artikeln steigt die Vertrauenswürdigkeit eines Suchergebnisses, wenn bereits in den SERPs der Name des Autors angegeben wird, welcher für die Qualität des Artikels einsteht. Bei eher unbekannten Produkten kann sich außerdem die Nennung der Marke oder des Unternehmens positiv auf das Klickverhalten der User auswirken.
  • Produktbezogene Detailangaben: Diese stehen stellvertretend für alle Detailangaben, die man für Informationstypen definieren kann, zum Beispiel die Backzeit eines Rezepts.

Vor allem im Bereich Listen gibt es rein theoretisch keine Grenzen. Alles, was man tabellarisch aufbereiten kann, kann grundsätzlich auch in den Rich Snippets landen.

3 Praxisbeispiele verschiedener Anwendungsszenarien

Das obige Beispiel erhält man bei der Suche nach “fleming’s hotel münchen”. Hier werden drei verschiedene Rich Snippets (auch gern “Mikrodaten” oder “Mikroformate” genannt) angezeigt:

  • Google Bewertungen
  • Preisangabe
  • Unternehmensangaben – hier die Adresse und Telefonnummer

In diesem Fall wäre ggf. ein Besuch der Webseite gar nicht mehr nötig, wenn man nur nach Adresse oder Telefonnummer gesucht hat.

 

Im Fall von Events und Veranstaltungen bietet sich die Anzeige von Daten und Orten an. Was man oben im Fall des vorjährigen Voice of Germany Siegers Andreas Kümmert sehen kann. Zudem lässt sich eine Call-to-Action Aufforderung mit einbauen: “Konzertkarten jetzt im Vorverkauf sichern!”

Das dritte Beispiel zeigt Rich Snippets für ein Tortenrezept. Hier werden Bilder, Kalorienangaben, Bewertung und Backzeit angezeigt.

Der bekannte SEO Experte Björn Tantau meint:

„Um bessere Rankings und somit mehr Traffic zu erzielen sind Rich Snippets ein geeignetes Stilmittel. Es fragt sich natürlich, ob der Traffic bei Suchergebnissen, die durch die Bank schlechte Bewertungen von ihren Usern bekommen haben, nicht eher einbricht. Ich für meinen Teil denke schon – aber auch das wäre grundsätzlich im Sinne von Google, denn die Mission des Suchmaschinenprimus ist es ja, seinen Nutzerinnen und Nutzern immer nur die “besten” Ergebnisse zu zeigen.“

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