Virales Marketing: Sechs Goldene Regeln für den Erfolg

Bis vor kurzem war es weltweit nahezu unmöglich der #icebucketchallenge in den sozialen Netzwerken zu entkommen. Egal, ob auf Twitter, Facebook oder YouTube. Egal, ob privat oder beruflich, ob Gruppen oder Einzelpersonen. Überall kippten sich Menschen Eiswasser über den Kopf, um auf die seltene Krankheit ALS aufmerksam zu machen. Dies ist auch tatsächlich gelungen, wie nachfolgende Statista Infografik zeigt:

 

Im englischen Sprachraum wurden Wikipedia Seiten zum Thema 18 mal häufiger aufgerufen, als vor der Aktion. In der deutsch sprachigen DACH Region immerhin 13 Mal.

Längst setzen auch Werbetreibende auf virale Videos, wie Beispiele von Edeka, mit Supergeil, oder Sixt, mit einem rappenden und sich selbst nicht so ernst nehmenden Roberto Blanco zeigen.

Doch worauf gilt es zu achten, um im Social Web 2.0 erfolgreich zu sein? Wie wird eine virale Kampagne wirklich erfolgreich? Lesen Sie dazu unsere sechs goldenen Regeln.

Goldene Regeln für den viralen Marketing Erfolg

Mach DAS!

1. Know your audience! Die Zielgruppe kennen ist das A und O. Nicht für alle Produkte und Unternehmen eignet sich das Internet, bzw. Social Media als Marketingkanal. Der gezeigte Inhalt und das Werbemittel müssen sich an den Interessen, Gewohnheiten und Bedürfnissen der User orientieren.

2. Emotionen erzeugen! Grundsätzlich ist alles erlaubt, was den Betrachter zum Lachen, Weinen, Nachdenken anregt oder vielleicht sogar eine Schrecksekunde auslöst. Nur so wird zum Liken, teilen und Sharen animiert und kann die notwendige Aufmerksamkeit erzielt werden. Meistens verbreiten sich die viralen Hits innerhalb der ersten 48 Stunden am schnellsten. Dementsprechend muss es zum WOW Effekt kommen.

3. Das Überraschungsmoment zählt! Oben angesprochene #icebucketchallenge war unter anderem so erfolgreich, weil man 1) immer wieder auf das Gesicht nach der kalten Dusche gespannt war 2) Leute daran teilgenommen haben, von denen man dies nicht unbedingt erwartet hätte. So haben etwa als eine der ersten Mark Zuckerberg und Bill Gates Videos ihrer Aktion online gestellt.

Lass DAS!

1. Die Story und nicht das Produkt stehen im Mittelpunkt. Zumeist werden bei viralen Videos die Produkte gar nicht oder nur am Rande erwähnt und eingeblendet. Gerade das gefällt aber den Nutzern, die eine gute Geschichte, eine positive Überraschung sehen und nicht eine unmittelbare Werbung eines Unternehmens. Call to Actions – die man sonst im Netz verwendet und kennt, sollten hier tunlichst vermieden werden.

2. Corporate Identity auch bei Virals: Wie die erfolgreichen Beispiele zeigen, bieten Online Videos Raum für Kreativität und Entfaltung. Die eigentliche Markenbotschaft und das Image des Unternehmens sollten aber gleichzeitig transportiert werden und dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

3. Überhöhte Erfolgserwartungen:

  1. Der Erfolg von viralem Marketing ist und kann nicht garantiert werden. Es ist im Vorhinein schwer zu sagen, ob der richtige Zeitpunkt und der Nerv der Zielgruppe getroffen werden. Aber nur dann verbreitet sich ein Werbespot von selbst und erreicht den kritischen Punkt, wo er als virales Phänomen bezeichnet werden kann.
  2. Der Erfolg von viralen Kampagnen kommt nicht ohne entsprechende finanzielle Investition. Betrachtet man “Supergeil” oder “Ein bisschen Spar´n muss sein”, so wurde bei beiden auf mehr oder weniger bekannte Testimonials gesetzt. Auch wenn Sie anders, als in der klassischen Werbung, in Szene gesetzt wurden. Um für eine schnelle Verbreitung des Videos zu sorgen, ist zudem ein entsprechendes “Seeding” notwendig. D.h. passende Blogger und Influencer müssen vorher identifiziert werden und z.B. über „Sponsored Posts“ zur Veröffentlichung animiert werden. Nur durch deren Verbreitung erreicht die Werbung die breite Masse, bis der Clip zum Selbstläufer wird.

 

 

Kommentare zu "Virales Marketing: Sechs Goldene Regeln für den Erfolg"

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