Westwing lebt Mobile First im E-Commerce

Mobile First hört und liest man regelmäßig auf E-Commerce Konferenzen, Seminaren und in entsprechenden Blogs und Online Magazinen. Zum Teil ist das durchaus sinnvolle Schlagwort allerdings schon wieder zu einem Buzzword Bingo verkommen, unter dem sich kaum noch jemand etwas vorstellen kann.

In diesem Artikel nehmen wir den Home & Living Marktführer Westwing und einige der letzten Aussagen aus dem Management als Beispiel, um die aktuellen Entwicklungen darzulegen.

Mobile Devices generieren bald die Hälfte des Online Umsatzes

Bei dem größten Gründerfrühstück der Welt Bits & Pretzels hat Erik Podzuweit, von Westwing, nochmals mit zwei Sätzen den derzeitigen Trend treffend auf den Punkt gebracht:

„Wer sich nicht um die mobile Optimierung seines Onlineshops kümmert, verliert mal eben fast die Hälfte seines Umsatzes.“

Das 2011 gegründete StartUp der Berliner Rocket Internet Unternehmensschmiede verzeichnet immerhin schon 37% seiner Umsätze über Mobile Devices – also Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Grundlage des Umsatzes sind 1.000.000 Downloads der Westwing App.

Zu beachten ist hier, wie auf dem unten abgebildeten Chart gut zu erkennen, die enorme Dynamik von 2012 bis 2014. In nur zwei Jahren hat sich der mobile Umsatzanteil von unter 20% auf fast 40% verdoppelt.

Laut Aussage von Podzuweit sollte man selbst bei einer Neugründung eines E-Commerce Unternehmens nicht nur Mobile Commerce und mobile Optimierung als einen unter vielen Punkten auf der Agenda haben.

„Baue am besten zuerst eine App, bevor du irgendetwas Anderes machst.“

Nur so würde man von Beginn an die richtige Denkweise im Unternehmen prägen.

Mobile und Desktop erzielen gleiche Warenkörbe

Stefan Smalla, Founder und CEO von Westwing, zeigte auf der K5 Konferenz einen weiteren Chart, der belegt, dass Mobile und Desktop mittlerweile gleiche Warenkörbe erzielen.

Gut möglich, dass dies noch nicht auf die breite Masse der Webshops übertragen werden kann. Jedoch kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein zunehmendes Vertrautsein der Verbraucher mit Mobile Shopping und Mobile Payment auch die Bedenken gegenüber dem direkten Kaufabschluss auf dem Smartphone und Tablet senken werden.

Am Schluss noch ein Blick in die Zukunft. Stefan Smalla gab noch an, dass man sich von der Device Denkweise wohl lösen muss, da es mehr um die Größe des Displays als um die Art des Gerätes selbst geht.

„Relevant für Design ist die Screengröße. “Mobile” oder nicht ist egal. Das Verhalten auf großen Screens, Tablet oder Laptop, ist ähnlich. Das Verhalten auf kleinen Screens ist anders.“

 

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